Hallo, mein Name ist Andrea Vondenbusch. Marita hat mich gebeten, für ihre Homepage
etwas zum Thema `BARF` zu schreiben und gerne komme ich diesem nach.Seit beinahe
fünf Jahren zähle ich mich zu den praktizierenden `BARFern`, d.h. ich ernähre meine
Hunde roh mit einer Futtermischung aus - vereinfacht gesagt - Fleisch, Knochen
und Gemüse.
Wahrscheinlich werden sich nun einige von Ihnen überlegen: Ist das wirklich ausreichend?
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Es ist! – Und ich werde versuchen, es Ihnen ein wenig darzulegen. Rückblickend würde ich
sagen: der Anfang ist das Schwierigste, weil er die meiste Überwindung kostet.
Hat man sich erst einmal dazu durchgerungen und seine Vorbehalte über Bord geworfen,
kommt der Spaß und die Bestätigung meistens bald ganz von alleine.
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Doch zuerst vielleicht noch ein paar grundlegende Informationen:
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Woher kommt der Begriff: ` BARF`?
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Gemeint ist mit diesem Begriff das wohl bekannteste Konzept der Rohfütterung. Er ist eine
Abkürzung und steht vereinfacht ausgedrückt für `Bones and Raw Food’, zu Deutsch:
Knochen und rohes Futter, oder etwas präziser: ‚biologisch artgerechtes Rohfutter’.
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Dr. Ian Billinghurst, ein australischer Tierarzt, hat es in den frühen 80er Jahren entwickelt
und seitdem steigt die Anzahl derer, die ihre Tiere danach ernähren, ständig. Tatsächlich
erfreut sich `BARF` heutzutage immer größerer Beliebtheit, da immer mehr Besitzer aus
unterschiedlichen Gründen heraus versuchen, ihren Hund auf natürliche Art und Weise zu
ernähren.
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Die Gründe, warum man zum `BARFer` wird, können unterschiedlicher Natur sein. Eventuell
hat Ihr Hund gesundheitliche Probleme, ist beispielsweise Allergiker, hat Gewichtsprobleme
oder vielleicht spricht Sie die `BARF`-Idee auch grundsätzlich an und Sie möchten es einfach
mal selbst ausprobieren. Es ist egal.
Die Hauptsache ist, Sie müssen sich mit dieser Entscheidung ebenso wohl fühlen wie Ihr Hund.
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Meistens kostet es anfänglich Überwindung dem Hund rohes Fleisch, Hühnerflügel und ähnliches
zu füttern. Salmonellenwarnungen kommen uns in den Sinn, genauso, wie die Befürchtung,
dass der Hund durch die spitzen und scharfkantigen Hühnerknochen verletzt werden könnte.
Beschäftigt man sich etwas genauer mit dem Thema, dann finden wir heraus, dass ein
immunologisch gesunder Hund durchaus eine Konfrontation mit Salmonellen wegstecken kann.
Sie schaden ihm nicht, denn er begegnet bei seinem freien Auslauf weitaus Schlimmerem und
übersteht auch dies.
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Hühnerknochen splittern leicht und sind scharfkantig, allerdings werden sie erst durchs Kochen
brüchig. Füttere ich Flügel, Schenkel oder Karkassen roh, dann beißt der Hund die Knochen
zwar an und zermalmt sie auch leicht, aber mögliche Absplitterungen bohren sich erst einmal in
das
Fleisch um die Knochen und werden vom Hund somit gefahrlos geschluckt.
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In vielen Dingen müssen wir demnach einfach ruhiger werden und unseren Weg zurück zur
Natur finden. Ein Hund braucht auch nicht immer exakt die gleiche Menge Futter. Er ist ein
Raubtier und würde er frei jagen, dann hätte er auch nicht täglich den gleichen Jagderfolg zu
verzeichnen.
Haben Sie also an einem Tag von Ihrem netten Metzger um die Ecke frische Schlachtabfälle
bekommen, sprich ‚fette Beute’ gemacht, dann nutzen sie die Gelegenheit und lassen Sie Ihren
Hund sich den Bauch voll schlagen. Am nächsten Tag gibt es dafür dann eben nichts oder nur
eine sehr kleine Portion. Homöopathen und Tierheilpraktiker empfehlen sowieso einen Tag in
der Woche einen Fasttag einzulegen. – Ob Sie allerdings dem Blick ihres Vierbeiners stand halten
können, ist dann ihr Problem.
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Die Futtermittelindustrie vermittelt uns, dass es schwierig ist einen Hund gesund und
ausgewogen zu ernähren.
Die Vielzahl der angebotenen Futtersorten verstärken diesen Eindruck. Die Palette reicht
vom Welpenfutter, über das Futter für den normalen, erwachsenen Hund, über Light Futter
bis hin zum Seniorenfutter, ganz zu schweigen von den diversen Sorten in speziellen
Krankheitsfällen. Unbewusst schürt dies natürlich unsere Bedenken, wenn wir uns nun
zum ersten Mal damit auseinandersetzen, von diesem großen und reichhaltigen Angebot
Abstand zu nehmen.
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Doch wenn Sie sich beim `BARF` an ein paar einfache Regeln halten, darauf achten, dass Sie
viel Fleisch, Knochen und frisches Gemüse aus ökologischem Anbau verfüttern und schauen,
dass sie in einem Zeitfenster von ca. 3 Wochen eine gewisse Abwechslung im Speiseplan Ihres
Hundes einhalten, dann wird es ihm an nichts fehlen. – Sofern wir es mit einem normalen und
gesunden Hund zu tun haben. Dies immer vorausgesetzt!
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Welpen, kranke oder ältere Tiere, ebenso wie Leistungstiere, können für gewöhnlich ebenfalls
gemäß `BARF` gefüttert werden, brauchen aber unter Umständen andere Mischungsverhältnisse
und Mengen, gegebenenfalls auch Nahrungszusätze.
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Im Normalfall gehen wir davon aus, dass der Hund mit einer Futtermenge, bestehend aus 2-4
Prozent seines Körpergewichtes, auskommt. Der Fleischanteil beläuft sich dabei auf 2/3,
während der Obst oder Gemüseanteil 1/3 davon ausmacht. Jede Obst, bzw. Gemüsenahrung
muss mit einem Öl aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren angereichert werden, damit der Hund
die
darin enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe überhaupt für sich verwerten kann.
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Fisch, Innereien, Milch- und vereinzelt Getreideprodukte erweitern den Speiseplan Ihres
Hundes und sorgen für eine reichhaltige Abwechslung. Alles einzeln aufzuführen würde den
Rahmen hier jedoch sprengen.
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Grundsätzlich betrachtet macht mir das `BARF` sehr viel Freude. Mein Hund hat dadurch sein
Übergewicht verloren und ich kann ihr heute ruhigen Gewissens auch mal ein Leckerchen mehr
zustecken. Ihre Gelenkprobleme haben sich über die Jahre nicht wesentlich verstärkt und auch
dies messe ich zum Teil dem `BARF` zu. Unsere alte Hündin ist Allergikerin und hatte lange Zeit
große Hautprobleme und auch diese haben wir damit in den Griff bekommen.
Allgemein wird beobachtet, dass mäkelige Fresser meistens bessere Futterverwerter werden
und Schlinger beim `BARF` oftmals genüsslicher werden.
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Doch natürlich ist nicht alles nur Gold was glänzt und so kann es durchaus auch passieren,
dass Ihr Hund nicht auf anhieb mit dieser Ernährungsform klar kommt. Rohes, frisches Fleisch ist,
genauso wie Gemüse, nicht jedes Hundes Sache, doch es gibt Tips und Tricks ihn zu ködern und
ihn daran zu gewöhnen. Hier gilt es auszuprobieren, sich Rat zu holen und manchmal, tja,
manchmal heißt es
leider auch zurück zum Althergebrachten.
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Es gibt noch etwas vor dem ich Sie vielleicht vorwarnen sollte: Weiß Ihr Hund erst einmal wie gut
Herrchens und Frauchens Futter schmeckt, ist die Küche die längste Zeit Ihr Refugium gewesen.
Essen kochen wird damit zum Abenteuer, denn Hund weiß ja nie, ob nicht vielleicht etwas von den
ersehnten Köstlichkeiten abfällt.
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In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spass beim Ausprobieren. Weitere Informationen zum
Thema können Sie gezielt im Internet finden- gerne stehe auch ich Ihnen zur Verfügung.
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Meine Emailadresse hierfür lautet:
Andrea.Vondenbusch@t-online.de
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Mit freundlichem Gruß, Andrea Vondenbusch
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